Artikel Exkursion zur Lagerbaracke Alexisdorf in Neugnadenfeld
Exkursion zur Lagerbaracke Alexisdorf in Neugnadenfeld PDF Drucken

Unter der Leitung von Frau Brink gingen wir mit unserem Geschichtsleistungskurs am 08.05.2017 auf eine Exkursion zur Lagerbaracke Alexisdorf in Neugnadenfeld.

Aufgrund unseres aktuellen Themas „Flucht und Vertreibung im Umfeld des 2. Weltkriegs“ stellte dies einen gute Möglichkeit dar, die erlernten Informationen noch zu erweitern und zu vertiefen.

Durch einen einführenden Vortrag von Herrn Bauer, wurden uns grundlegende Informationen, speziell zur Lagerbaracke in Neugnadenfeld geliefert, mit denen wir dann später in der Führung durch Neugnadenfeld den Bezug zu speziellen Plätzen bekamen. So wurden uns beispielsweise die Grenzen der alten Lagerbaracke zunächst auf einer Karte und schließlich im Ort gezeigt. Sehr beeindruckt hat uns die deutliche Trennung in der Kriegszeit zwischen Lagerbaracken der gefangenen Russen und den Häusern der Wächter durch einen Zaun. Nach dem Krieg wurden die Lagerbaracken als Unterkünfte für die Deutschen, die aus den Ostgebieten geflohen sind, genutzt.

Das Besondere an der Führung war, dass Herr Bauer ein zeitzeuge ist. Er selbst wurde mit seiner Mutter und seinen Geschwistern nach dem Krieg aus Leonberg in Schlesien vertrieben und hat in Neugnadenfeld eine neue Heimat gefunden. Seine persönlichen Erfahrungen und deren Schilderung lockerten die Führung auf und machten sie interessant. Auch der Besuch des Russenfriedhofs, mit vielen Massengräbern, hat uns nochmal das Ausmaß an Verstorbenen im Krieg verdeutlicht. Laut Herrn Bauer sind auf dem Friedhof rund 2000 bis 3000 Tote begraben.

Insgesamt hat diese Exkursion den bereits erlernten Stoff bestätigt und noch an weitere Aspekte angeknüpft. An dieser Stelle möchten wir, der Geschichtsleistungskurs, uns noch einmal recht herzlich bei Frau Brink für die Ermöglichung der Exkursion bedanken. Unser spezieller Dank geht an Herrn Bauer der uns an dem Vormittag begleitet hat und uns durch seine persönlichen Schilderungen das Thema „Flucht und Vertreibung im Umfeld des 2. Weltkriegs“ nahe gebracht hat. Außerdem hat der Förderverein die Fahrt finanziell unterstützt. Auch dafür danke! (Tabea Bloemendal und Malin Broekman)