Das Lise-Meitner-Gymnasium Neuenhaus und Uelsen wird 50 !!! - Festwoche vom 17. bis zum 24. September 2017 - Tanzabend (nicht nur) für Ehemalige am 23. September 2017
Artikel Lesung der besonderen Art
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Am Donnerstagmorgen, den 14.04.2016, waren wir, der gesamte Jahrgang 7 des Lise Meitner Gymnasiums Neuenhaus und Uelsen, in der Stadtbibliothek Nordhorn zu einer Lesung von Klaus-Peter Wolf eingeladen, der gerade aufgrund seiner Ostfriesenkrimis sehr bekannt geworden ist.

 

 

Wer eine normale Lesung erwartet hatte, wurde schnell positiv überrascht, denn Herr Wolf zeigte sich als spannender Erzähler und berichtete uns offen und ausführlich aus seinem Leben. Und während wir den berühmten Autor zuvor eher als streng einschätzten, überraschte er uns mit viel Humor. Er berichtete vor allem von seiner Jugend und den recht schwierigen Anfängen seines Autorenlebens. In unserem Alter habe er bereits seine erste Geschichte verfasst und sie trotz einiger Probleme an ungefähr 200 Zeitungen geschickt. Selbst seine Mitschüler hätten dafür ihr Taschengeld „geopfert“. Doch es hatte sich gelohnt, 40 Zeitungen druckten letztendlich seine Geschichte.

 Bis heute bestimme das Schreiben sein Leben, manchmal sei er dadurch auch nicht „alltagstauglich“. Dann tauche er so sehr in die Welt seiner Figuren ein, dass er den Schreibprozess nur durch Essen, Trinken und Schlafen unterbreche. Und des Öfteren ändere er sogar für eine gewisse Zeit seine Verhaltensweisen, schlüpfe dabei in die Perspektive seiner Krimifiguren und nehme seine Umwelt nur durch deren Augen wahr.

Zum Schreiben findet Herr Wolf übrigens immer Zeit, auch auf seinen umfangreichen Lesetouren, auf denen er regelmäßig seine Bücher u.a. auch vor Schülergruppen vorstellt. Da kann es schon einmal - wie in unserem Fall - passieren, dass er im Anschluss an eine abendliche Lesung bis 03.00 Uhr nachts im Hotelzimmer schreibt und morgens bereits um 08.15 Uhr vor Schülern liest. Uns wäre es aber nie aufgefallen!

Nicht nur seine zahlreichen Berichte aus seinem Leben als Schriftsteller auch die Lesung selbst war sehr lebendig. Der Lesevortrag aus seinem Jugendthriller „Nachtblauer Tod“ kam bei uns allen gut an. Besonders die für ihn typische Kombination aus Grusel und Komik - unterstützt mit entsprechender Mimik - hat uns sehr gefallen.

So war die Lesung ein voller Erfolg, und das besonders, weil sich der Autor insgesamt sehr publikumsnah zeigte. Er beantwortete offen alle Fragen, schrieb für jeden ein Autogramm und machte abschließend sogar mit einigen Schülern ein Selfie. Insgesamt verging die Zeit wie im Fluge. Schade, wir hätten gerne noch etwas länger zugehört!


Vielen Dank an den Förderverein des LMG für die finanzielle Unterstützung!

 

Die Schüler des Lese- und Spieleclubs, Jahrgang 7