Das Lise-Meitner-Gymnasium Neuenhaus und Uelsen wird 50 !!! - Festwoche vom 17. bis zum 24. September 2017 - Tanzabend (nicht nur) für Ehemalige am 23. September 2017
Lise Meitner Lise Meitner Stiftung
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„Der schwere Bildungsweg Lise Meitners ist ein Modellfall, den wir übertragen wollen, indem begabte Abiturienten Starthilfe bekommen“, erläutert Gerhard Herrenbrück, Direktor des Lise-Meitner-Gymnasiums in Neuenhaus und Uelsen, die Stiftungsidee. Voraussetzung dafür, dass ein Abiturient oder eine Abiturientin die Ausschüttung erhält, ist neben einem guten Abiturzeugnis die Persönlichkeit. Das Vorschlagsrecht hat gemäß Satzung allein der Leiter des Lise-Meitner-Gymnasiums. Das ist zurzeit noch Gerhard Herrenbrück. Herrenbrück sowie der Mediziner und Chemiker Friedrich Portheine bilden den Vorstand der Stiftung. Portheine hat 35000 Euro, Herrenbrück 15000 Euro in die Stiftung eingebracht.

Für Portheine ist die Stiftung eine Würdigung der Person und eine Art Wiedergutmachung, für das, „was die Nazis Lise Meitner (mit dem Entzug der Lehrerlaubnis und der Emigration nach Schweden) angetan haben“. Der heute 85-Jährige hat sie 1938 zu Beginn seines Chemiestudiums in Berlin einmal kurz als Assistentin Otto Hahns kennen gelernt. „Lise Meitner war eine echte Dame. Sehr zurückhaltend. Sie hätte den Nobelpreis verdient, den Otto Hahn bekommen hat“, betont der Nordhorner.

Lise Meitner (1878 bis 1968) war die Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts aus Wien. Weil Mädchen in Österreich-Ungarn um 1900 noch kein Gymnasium besuchen durften, bereitete sie sich im Selbststudium aufs Abitur vor. Nach dem Studium der Physik, Mathematik und Philosophie ging sie nach Berlin, wo sie von 1907 bis zu ihrer Emigration im Juli 1938 mit dem Chemiker Otto Hahn die Kernspaltung erforschte.

Für Gerhard Herrenbrück ist Lise Meitner eine „hochinteressante Persönlichkeit“. Mit ihr und ihren Entdeckungen würden Schüler bis heute im Unterricht konfrontiert. Idee der Stiftung sei es daher auch, das Vermächtnis Lise Meitners an der Schule zu pflegen.

Unterstützung bei der Gründung der Stiftung erhielten Portheine und Herrnenbrück von der Grafschafter Volksbank und der Volksbank Niedergrafschaft. Ihre „Stiftung Grafschaft Bentheim“ verwaltet das Kapital der Lise-Meitner-Stiftung treuhänderisch. Das Stiftungskapital ist „konservativ angelegt“, so Volksbankvorstand Berend Gortmann. Die jährliche Ausschüttung dürfte demnach bei etwa 1000 Euro liegen.

Über die steuerlichen Vorteile für Stifter oder Spender, die über die Stiftung den Begünstigten unterstützen möchten, informiert Bernd Wolters. Er ist erreichbar unter Telefon (05942) 93010.

 

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