Das Lise-Meitner-Gymnasium Neuenhaus und Uelsen wird 50 !!! - Festwoche vom 17. bis zum 24. September 2017 - Tanzabend (nicht nur) für Ehemalige am 23. September 2017
Förderverein Festakt zum 40jährigen
Festakt zum 40jährigen PDF Drucken
40 Jahre Förderverein


Am Sonnabend, den 27. September 2008, hatte der Förderverein zu einer Feier anläßlich seines 40jährigen Bestehens eingeladen. Im Rahmen einer Ansprache des Vorsitzenden des Fördervereins, Herrn Frhr. Roderich von Waldenfels, wurden mit H. Baumann, S. Lefers und G. Schippers drei "Männer der ersten Stunde" geehrt. Dem festlichen Anlass angemessen war der gesamte Forumsbereich ausgestattet worden mit Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht der letzten Jahre. Den Höhepunkt des Abends aber bildete das Konzert des Sinfonie-Orchesters "Jong Twente" unter Leitung von Alexander Geluk.
Der Pressebericht ist auf dieser Seite aufgenommen, ebenso einige private Fotos des Abends.

Hier der Bericht in den GN, 01.10.2008
„Jong Twente“ begeistert erneut
Förderverein des Gymnasiums in Neuenhaus feierte sein 40-jähriges Bestehen

Von Jörg Leune - Neuenhaus. Mit einem Konzert und einem kleinen Festakt hat der Förderverein des Lise-Meitner-Gymnasiums am Sonnabend sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Das Forum hatte durch Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht der vergangenen Jahre ein eindrucksvoll festliches Gesicht erhalten. Vor Mitgliedern und Ehrengästen zog der Vorsitzende des Fördervereins, Roderich Freiherr von Waldenfels, eine Bilanz der 40 Jahre.

Hervorgegangen aus dem Aktionskreis für ein Gymnasium in der Niedergrafschaft habe der Verein seit Mitte der 1990er Jahre einen großartigen Aufschwung genommen, so von Waldenfels. Sein heutiges Ziel sei nicht so sehr eine finanzielle Ergänzung der Pflichtaufgaben des Schulträgers, sondern die gezielte Förderung von Projekten, die über die üblichen Aufgaben der Schule hinaus der allgemeinen Bildung ihrer Schülerinnen und Schüler dienten.

Als Beispiele nannte er die zeitweilige Anmietung des Hardinger Heuerhauses, die Ausstattung der Kanu-AG und die Beschaffung von Instrumenten für die Bläser- und Streicherklassen in der Außenstelle in Uelsen. Im Anschluss an seinen Vortrag ehrte von Waldenfels mit Heinrich Baumann (Uelsen), Sinus Lefers (Neuenhaus) und Gerrit Schippers (Veldhausen) drei „Männer der ersten Stunde“ für ihr 40-jähriges Engagement im Förderverein.

Den Höhepunkt des Abends bildete ein Festkonzert der „Symfonia Jong Twente“ unter der Leitung von Alexander Geluk. Dieser bewundernswerte Klangkörper, der schon mehrmals in Neuenhaus zu hören war, erfüllte auch diesmal wieder die Erwartungen des Publikums und übertraf sie sogar hier und da. Der ehemalige Vorsitzende des Orchesters Hans Damen führte auf liebenswürdige Weise durch das Programm. Es war diesmal zweigeteilt.

Vor der Pause erklangen drei große sinfonische Werke: Johan Wagenaars Konzertouvertüre „Cyrano de Bergerac“ (1905) zeichnet in einem Richard Strauss verwandten Stil in unterschiedlich geprägten Motiven die Charaktermerkmale der französischen Komödienfigur. Bereits im einleitenden heldischen Kopfmotiv zeigten die Streicher des Orchesters einen fast profihaften Standard. Das Werk fordert mit seiner Fülle unterschiedlicher Themen aber auch die anderen Instrumentengruppen bis an die Grenzen des Möglichen. Die jungen Leute zeigten sich diesen Anforderungen erstaunlich gewachsen. Besonders hervorzuheben sind auch diesmal die Holzbläser, besonders die Klarinetten, die Perkussionisten und das immer kräftig präsente Blech.

Pflichtwerk für den kommenden Wettbewerb niederländischer Jugendsinfonieorchester ist der erste Satz aus Beethovens 1. Sinfonie. Jong Twente gelang ein bemerkenswert authentisches Klangbild dieses Meisterwerks, obwohl Geluk den Musikern ein äußerst zügiges Tempo abverlangte. Ebenso überzeugte der erste Satz aus Rimsky-Korssakows „Sheherazade“ mit den gegensätzlichen Themen des grausamen Sultans und der betörenden Sheherazade, einem wunderbaren Miteinander von Solovioline und Harfe.

Nach der Pause gab es dann fünf kürzere, im Charakter sehr verschiedene Werke zu hören. Mit einem unheimlichen Paukensolo beginnt John Williams’ „Lost World“-Thema aus „Jurassic Park“ und fordert alle Mitglieder des Ensembles gewaltig. Die Posaunistin des Orchesters, Iris Tjoonk, hat die eigenwilligen „Dances of Nature“ geschrieben, in denen sich verschiedene Tiere immer wieder an „Old MacDonald’s Farm“ reiben. Etwas für die Seele bot das bekannte Intermezzo aus Mascagnis „Cavalleria Rusticana“. Gershwins „An American in Paris“ gelang schon recht gut, könnte aber noch einige weitere Proben vertragen.

Den umjubelten Schluss des Konzerts bildete Leroy Andersons bekannter „Typewriter“, in dem der Schlagzeuger des Orchesters, Dirk Ornée, auf seiner Reiseschreibmaschine weder Jerry Lewis noch Götz Alsmann an Präzision nachstand. Den stehend dargebrachten Ovationen des Publikums folgte als Dank noch einmal „The Lost World“.